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Wie nehme ich meinem Hund die Angst an Silvester

Hund

von Julia Hanke - 29.09.2016

Es sind zwar noch ein paar Monate Zeit bis Silvester. Doch viele Hundebesitzer ängstlicher Hunde machen sich jetzt schon Gedanken, wie sie diesen Tag mit ihrem Vierbeiner verbringen werden. So auch wir, denn Bürohund Oskar ist ein ängstlicher Hund, dem Silvester so gar nicht behagt. Denn an Silvester wird laut gefeiert, geböllert und Feuerwerk in den Himmel geschossen. Was für die meisten Menschen eine Menge Spaß bedeutet, ist für Oskar und viele andere Hunde jedoch purer Stress. Denn sie fürchten sich vor den lauten Explosionen, dem Knall, den ungewohnten Geräuschen, der nach Schwefel riechenden Luft, den grellen Lichtblitzen. Nicht selten endet die Angst in Panik oder gar hysterischem Verhalten des Hundes.

Wir überlegen deshalb schon frühzeitig, wie wir unserem Oskar Silvester so angenehm wie möglich machen können. Diese Tipps können helfen, das Leiden des Hundes etwas abzumildern.

Dem Hund Schutz bieten

Mit einem ängstlichen oder schreckhaften Hund zur großen Silvesterparty oder gar um die Häuser zu ziehen, verbietet sich in den meisten Fällen von selbst. Denn viele Hundebesitzer kennen dieses Verhalten ihres Hundes an Silvester: achtsam aufgestellte Ohren beim ersten Böller, später aufgeregtes Hin- und Herlaufen, Ruhelosigkeit, eingekniffene Rute, Suche nach Schutz - am liebsten unter Sofas und Betten, Hecheln und im schlimmsten Fall Störungen der Verdauung oder unkontrolliertes Wasserlassen.

Die meisten Hunde brauchen an Silvester deshalb ihre vertraute Umgebung und einen normalen, ruhigen Umgang. Vielen Hunden hilft es, wenn Türen und Fenster geschlossen bleiben und ein eingeschalteter Fernseher oder Musik die ungewohnten Geräusche zusätzlich etwas überlagert bzw. dämpft. Rollläden oder Vorhänge halten die grellen Lichtblitze draussen. Wer will, baut seinem Hund eine "Höhle" aus Kissen und Hundedecke, in die er sich zurückziehen kann. Hunde sollten, wenn möglich, nicht alleine gelassen werden. Strahlen Sie Normalität aus und verstärken Sie die Angst des Hundes nicht durch ein Übermaß an Aufmerksamkeit und "Verhätscheln". Sie sollten jedoch für den Hund verfügbar sein und er Körperkontakt aufnehmen können.

Spielchen und Trainingsübungen zu Hause sorgen ebenfalls für etwas Ablenkung vom Silvesterspektakel. Und über ein Hundeleckerli als Belohnung, freut sich der Hund bestimmt.

Gassi-Gang an Silvester

An Silvester sollten Hunde an der Leine geführt werden. Diese gibt ihm jetzt nicht nur Sicherheit, sondern verhindert auch, dass der Hund beim Erschrecken über einen Böller panisch davonläuft und sich möglicherweise versteckt oder verläuft. Gassigänge sollten an Silvester so kurz wie möglich gehalten werden. Optimal wird der ängstliche Hund ein paar Stunden vor 24:00 Uhr, wenn die Knallerei am stärksten ist, Gassi geführt und dann erst wieder, wenn die Begrüßung des neuen Jahres weitgehend abgeschlossen ist.

Silvester mit Hund ohne Knaller

Es gibt Orte in Deutschland, an denen bspw. aus Brandschutzgründen nicht geböllert bzw. keine Raketen abgefeuert werden dürfen. Sylt oder Amrum sind solche Orte.

Hilfe zur Entspannung

Es gibt eine Reihe homöopathischer Arzneimittel, Bachblüten und auch synthetische Pheromone, die eine beruhigende und Stress lindernde Wirkung auf den Hund haben können. Die Verabreichung sollte jedoch nach Rücksprache mit dem Tierarzt bzw. einem erfahrenen Homöopathen erfolgen.

Beruhigungsmittel, die den Hund sedieren, sollten nicht verabreicht werden. Denn der Hund wird hier zwar äußerlich ruhig gestellt, kann aber im Inneren weiterhin Angst empfinden. Durch die eingeschränkte Bewegungsfähigkeit könnte die Angst noch verstärkt werden.

Verhaltenstherapie

Wer seinem Hund langfristig die Angst vor Silvester bzw. den ungewohnten Geräuschen nehmen möchte, der kann eine Verhaltenstherapie mit dem Hund machen. Hierbei wird langfristig die Geräuschangst des Hundes gelöst, sodass er Böllern, Raketen und Co. entspannter gegenüber treten kann. Ihr Tierarzt oder Hundetrainer kann Ihnen sicher einen geeigneten Kontakt machen. Mit einer Verhaltenstherapie sollte man jetzt schon beginnen und hat an Silvester ggf. schon einen entspannteren Hund.

Desensibilisierung

Dem Hund CDs mit typischen Feuerwerksgeräuschen vorzuspielen und ihn so langsam zu desensibilisieren, wird von Experten als nur mäßig erfolgreich eingeschätzt. Grund ist, dass die Frequenzen der abgespielten Geräusche nicht hundertprozentig denen eines realen Feuerwerks entsprechen.

Wir hoffen, dass Sie und Ihr Hund mit diesen Tipps ein erträgliches und entspanntes Silvester haben werden.

Viele Grüße, das nutricanis-Team