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Hundesport und Hundesportarten

Hundesport

Aus dem Fernsehen – bzw. den Sportsendungen – ist die Kampagne „Deutschland bewegt sich“ kaum noch wegzudenken. Sport ist einfach gesund – so man es nicht übertreibt oder gleich zu den Extremsportarten wechselt. Kein Wunder, dass sich immer mehr Deutsche deshalb sportlich betätigen, ob es im Fitnessstudio ist, im Sportverein oder „einfach nur“ durch tägliches Jogging. Sport ist „in“, Sport hält gesund und hilft zudem beim Abnehmen.

Sollten Hunde Sport treiben?

Aber was ist mit den Hunden? Sollten oder müssen Hunde auch Sport betreiben, um gesund zu leben? Die Antwort hierauf ist ein klares Jein. Hunde „müssen“ keinen expliziten Sport betreiben, gerade, wenn sie sich schon im Alltag genug bewegen. Aber: Sport ist neben einem gesunden Hundefutter sicherlich ganz weit vorne anzusiedeln, wenn es um die Frage geht, wie man seinem Hund – bzw. seiner Gesundheit – etwas Gutes tun kann. Daneben stärkt Hundesport die Bindung zwischen Hund und Halter, da sie bei vielen Sportarten als Team funktionieren. Zuletzt macht es den meisten Hunden und Menschen einfach großen Spaß, sich draußen an der frischen Luft zu bewegen.

Kann jeder Hund Sport treiben?

Wie beim Menschen ist Sport also auch beim Hund empfehlenswert. Vorausgesetzt, es liegen keine Krankheiten bspw. des Bewegungsapparates oder Herz- und Kreislauferkrankungen vor, die dem Hund den Sport verbieten. Im Zweifel besser den Tierarzt konsultieren. Ansonsten ist Sport für jeden Hund (und Menschen), egal ob Anfänger oder Profi, jung oder alt, eine anregende Beschäftigung. Und am Ende des Tages geht es ja vor allem darum, sich zu bewegen und den Hund zu fördern und zu fordern. Ob er am Ende des Tages Turniere absolviert und Preise nach Hause bringt, hängt ganz allein vom Hunde-Menschen-Team ab und ist absolut kein Muss.

Eine Sportart, die auch Spaß macht, ist immer anderen Sportarten vorzuziehen. Auch hierbei sind Mensch und Hund sich ähnlich. Schließlich soll Sport nie in Quälerei ausarten, sondern Körper und Geist auf möglich angenehme Weise herausfordern. Doch welche Sportart ist für meinen Hund die richtige? Auch darauf gibt es keine einheitliche Antwort, am besten ist, man probiert drei oder vier Sportarten aus und schaut, welche dem Hund am meisten Spaß macht und welcher Sport ihn am meisten herausfordert, da gibt es auch rassebedingte Unterschiede: Bspw. lieben es manche Hunde besonders, zu apportieren, während andere Hunde lieber die Herausforderung beim Hindernisparcour suchen.

Hundefrisbee & Co: Ein paar Hundesportarten im Überblick

Da die meisten Hundesportarten ursprünglich aus dem Ausland stammen, werden sie in Deutschland in der Regel auch unter ihrem englischsprachigen Namen geführt. Sprachpuristen mag das jetzt aufregen, aber da die Inhalte im Vordergrund stehen sollten, bleiben wir auch hier bei der Originalbezeichnung.

1. Agility für Hunde

Agility – also Beweglichkeit, Flinkheit – ist nicht nur aktuell schwer angesagt, sondern auch eine klassische Sportart für Hunde. Bei der Sportart geht es darum, dass Hunde möglichst schnell und elegant eine Hindernisstrecke (Parcours) von 100 oder 200 Metern überwinden müssen. Da Hilfsmittel wie Leinen, Leckerlies und Co. nicht erlaubt sind, erfordert die Sportart ein gutes Teamwork zwischen Hund und Hundebesitzer, was die Beziehung zum Hund weiter stärkt.

2. Canicross

Canicross – also ein Geländelauf mit dem Hund – verlangt sportlich von Hund und Hundehalter sehr viel ab. Beide sind mit einer flexiblen Leine (Turnierlänge: 1,90 Meter) verbunden, mit der der Hund den Menschen durch das Gelände „zieht“. Wobei „hinterherrennen“ wohl das bessere Wort ist, schließlich geht es darum, möglichst schnell durch das Gelände, gerne auch Wald, zu kommen. Echte Höchstwerte schafft man hier aber nur, wenn Hund und Hundehalter fit sind – eine wahre sportliche Herausforderung für Mensch und Tier!

3. Discdogging

Discdogging bzw. Hundefrisbee – also der Hundesport mit einer Frisbee-Scheibe – ist bei vielen Hunden und Hundehaltern beliebt, weil es so viel Spaß macht. Und, weil der Übergang vom Hobby – ein paar Frisbee-Würfe im Stadtpark – zum „echten Hundesport“ fließend ist. Bei letzterem unterscheidet man sogar unter mehreren Disziplinen, dem „Freestyle“, der „Mini Distance“ und der „Long Distance“. Auch für Menschen, die keinen Hund besitzen, kann gerade der „Freestyle“-Teil eines Discdogging-Turnieres aufregend sein, es ist einfach faszinierend, was für Tricks manche Hunde können!

Hunde Video: Hundefrisbee & Obedience

4. Dogdancing

Dogdancing – also der Hundetanz – ist etwas für Hunde und Hundebesitzer, die Musik und Rhythmen mögen. Dabei geht es nicht nur ums Tanzen im eigentlichen Wortsinn, sondern es werden regelrechte Choreographien aufgeführt, bei denen der Hund richtig gefordert wird, sei es durch Sprünge, Seitengänge oder Beinslalom. Wichtig ist dabei – es erinnert leicht an Eiskunstlauf-Wettbewerbe – natürlich die Eleganz bei dem Bewegungsablauf des Tieres.

5. Dummytraining für Hunde

Dummytraining – also dem Hund das waidgerechte Apportieren beibringen – ist mehr als „nur“ ein Hundesport, es ist Teil der Ausbildung zum Jagdhund. Und genau daher stammt der Sport auch. Ursprünglich wurden in der Jagdhund-Ausbildung tote Tiere verwendet, um dem Tier das Apportieren beizubringen. Später ging man dann dazu über, sogenannte Dummys – also Beuteimitate – zu verwenden. Da viele Hundehalter (und Hundetrainer) an der Ausbildung besonders viel Spaß hatten, wurde dazu übergegangen, dieses nicht nur als Teil einer Jagdhund-Ausbildung zu praktizieren, sondern auch als Sport. Und auch dabei handelt es sich alles andere als um einen langweiligen Hundesport. Ddurch wechselndes Gelände – mit Steigung, mit Bäumen, mit Gewässern etc. – und einer Vielzahl an Apportieraufgaben wird der Hund immer wieder aufs Neue herausgefordert.

6. Hundesport Flyball

Flyball – also der Flugball – kommt, wie könnte es auch anders sein, aus dem Land der Baseball-Wurfmaschinen, Amerika. Dabei muss der Hund zunächst vier Hürden überwinden, danach löst er eine Maschine aus, die einen Ball auswirft, den der Hund fangen und anschließend (ebenfalls wieder über die Hürden) zurückbringen muss. Entscheidend bei diesem Sport, der in Teams gespielt wird, ist allein die Geschwindigkeit. Das Team mit den schnellsten Hunden gewinnt.

7. Obedience für Hunde

Obedience – also „Gehorsam“ – kommt ursprünglich aus England. Bei diesem Hundesport kommt es darauf an, dass das Tier die Aufgaben, die der Hundehalter oder Hundetrainer ihm stellt, möglichst gut meistert. Wobei „gut“ nicht nur allein das Gehorchen meint, sondern auch Faktoren wie das gute Aussehen beim Ausführen und die Sozialkompetenz des Tieres berücksichtigt. Gefragt sind bei den Übungen alle Sinne des Tieres, beispielsweise muss der Hund Geruchsunterscheidungen und Positionswechsel vornehmen oder Apportieren. Da dieser Hundesport Obedience sehr populär ist, wird er in der Regel in unterschiedlichen Klassen betrieben. Für die erste Klasse gibt es mittlerweile sogar schon Europa- und Weltmeisterschaften!

8. Hundesport Mantrailing

Mantrailing – also die Personensuche – ist ähnlich wie das Dummytraining aus der professionellen Hundeerziehung entstanden. Nur geht es hierbei nicht um die Jagd, sondern um das Wiederauffinden von Menschen anhand der Geruchsspur. Hauptsächlich beschäftigen sich auch weiterhin Profis wie die Polizei oder der Bergrettungsdienst mit dem Mantrailing, aber mehr und mehr Privatleute sind in letzter Zeit dazu übergegangen, ihren Hund gezielt so zu trainieren, dass er anhand der Geruchsspur Menschen verfolgen kann. Der Vorteil dieses Sports besteht darin, dass der Hund seine natürlichen Instinkte ausleben kann und richtig gefordert wird. Der Nachteil ist jedoch, dass die Ausbildung alles andere als leicht ist. „Normale“ Hundehalter sollten von diesem Sport daher eher Abstand nehmen, da die Anforderungen sehr hoch sind.

Unser Tipp: Vorher überlegen, was man eigentlich mit dem Sport bezwecken will und wie viel Zeit überhaupt zur Verfügung steht. Anschließend drei oder vier Sportarten ausprobieren, die den eigenen Präferenzen am besten entsprechen. Und sich dann einfach am Bauchgefühl des Hundes orientieren – das, was ihm am meisten Spaß macht, sollte es sein.

Buch-Tipps

Probieren geht zwar über studieren, jedoch ist es bei einigen der aufgeführten Hundesportarten sinnvoll, sich vorab über den Sport und an die Herangehensweise zu informieren. Denn mit einer guten Wissensbasis und dem einen oder anderen Kniff fällt dem Hund das Lernen der Sportart gleich viel einfacher. Literatur zu Hundesportarten bei uns im Shop.