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Kommandos für jeden Hund – Teil 2 – Sitz, Platz und der Auflösungsbefehl

Im ersten Teil unserer Reihe Kommandos für jeden Hund hat Ihr Hund nun gelernt zu Ihnen zu kommen und Dinge sein zu lassen, wenn Sie ihn dazu auffordern. Diese Befehle sind zwar die wohl wichtigsten aber nicht die einzigen Kommandos, die Ihr Hund lernen sollte. Es kann auch einmal wichtig sein, dass er ruhig neben Ihnen sitzen oder liegen kann. Zum Beispiel an einer Straße oder im Restaurant. Dazu dienen die Kommandos „Sitz“ und „Platz“. Anhand der ersten Befehle haben wir nun schon gut demonstriert, wie ein solcher Befehl generell aufzubauen ist. Von nun an, lässt sich das Prinzip der 3 Schritte, bestehend aus Motivator, Sicht- und akustischem Zeichen auf andere Kommandos anwenden.

Kommando „Sitz“

So auch zum Beispiel auf den Befehl „Sitz“. Dieser ist wichtig, um den Hund beispielsweise an einer Straße für einen Moment in eine sichere und ruhige Position zu bringen, sodass Sie sich auf den Verkehr konzentrieren können. Außerdem können, an Engpässen, Fußgänger oder Radfahrer passieren, ohne dass sich Hund oder Passant bedrängt fühlt. Ein weiterer Vorteil, vor allem für junge oder besonders unruhige Hunde, ist der, dass der Bewegungsdrang des Hundes für eine kurze Zeit unterbunden wird und er sich sammeln und wieder auf Sie konzentrieren kann.

Um dem Hund den Befehl „Sitz“ beizubringen, machen wir uns seine Anatomie zunutze. Unseren Motivator in der Hand, führen wir diesen über den Kopf des Hundes. Nicht zu hoch, sodass er danach springen will, aber doch soweit, dass er sich automatisch setzen muss, wenn er der Hand mit der Nase oder dem Blick folgen will. Sobald das Hinterteil des Hundes den Boden berührt, bekommt er seine Belohnung. Dies wiederholen Sie wieder einige Male. Wenn Sie das Leckerchen zwischen Daumen, Mittel- und Ringfinger halten, können Sie dabei bereits den Zeigefinger heben und somit direkt das Sichtzeichen einbinden.

Das sprachliche Zeichen können Sie dann nach einigen Durchläufen direkt dazu nehmen. Das unregelmäßige Geben der Leckerchen erfolgt dann wieder wie bei dem ersten Befehl.

Kommando „Platz“

Hat Ihr Hund das Zeichen „Sitz“ verstanden, kann man darauf aufbauend unseren nächsten Befehl entwickeln: „Platz“. Diesen können Sie ebenfalls in den gleichen Situationen verwenden wie den Befehl „Sitz“. Aber wenn Sie Ihren Hund zum Beispiel mit in ein Restaurant oder in öffentliche Verkehrsmittel nehmen wollen, bringt die Liegeposition Vorteile. Der Hund kann ruhig unter Tisch oder Sitzbank liegen und kein anderer Passant, Kellner oder Fahrkartenkontrolleuer kann über ihn stolpern. Außerdem kommt Ihr Hund so besser mit der für ihn durchaus stressigen Situation zurecht und im Idealfall zur Ruhe.

Nun zur Übung:
Bringen Sie den Hund ins „Sitz“. Nehmen Sie nun ein Leckerchen zwischen Daumen und Handinnenfläche.

Führen Sie die Handinnenfläche langsam parallel zum Boden nach unten. So wird direkt das Sichtzeichen eingeführt. Befindet der Hund sich in der Liegeposition, bekommt er das Leckerchen und wird ausgiebig gelobt. Das Akustische Zeichen lässt sich wieder recht schnell hinzufügen.

„Auflösungsbefehl“

Jeder Befehl braucht einen anderen, der ihn wieder auflöst. Denn Ziel der Befehle ist es, dass der Hund ihnen so lange nachkommt, bis Herrchen oder Frauchen ihn aufhebt. Sprich, so lange Sitzen- oder Liegenbleiben, bis entweder ein anderer Befehl wie „komm/ hier“ folgt oder der auflösende Befehl gegeben wird. Welches Wort Sie da als Befehl wählen, ist Ihnen überlassen. Wichtig bei der Auswahl ist aber, dass es kein Befehl ist, den man „ausversehen“ gibt. So sollte es beispielsweise kein Wort wie „Gut“ sein, welches wir wohlmöglich auch als Lob verwänden, ohne den Befehl aufheben zu wollen. Geeignet sind Worte wie „OK“, „Lauf“ oder „Vorbei“.

Der Auflösungsbefehl lässt sich eigentlich am besten einführen, indem man ihn immer sagt, wenn man den Hund von der Leine in den Freilauf entlässt. Generell lohnt es sich, den Hund erst ins Sitz zu bringen und seine Aufmerksamkeit noch einmal auf sich zu lenken, bevor er frei laufen darf. Somit zeigen Sie ihm gegenüber auch auf, dass Sie derjenige sind, der entscheidet, wann gearbeitet wird und wann Freizeit beginnt. Sobald dann das Auflöse- Zeichen nach jedem nachgekommenen Befehl gegeben wird, wird der Hund schnell verstehen, dass es sich dabei um die Auflösung des vorherigen Befehls handelt. Wichtig ist dabei allerdings das konsequente Handeln des Befehlsgebers. Setzt der Hund sich beispielsweise beim „Sitz“ nur kurz hin und springt direkt bei oder nach dem Lob wieder auf, muss er wieder ins Sitz gebracht und im Notfall am Halsband festgehalten werden, bis man den Auflöse- Befehl gibt. Nach einigen Malen Übung sollte ihr Hund verstehen was Sie von ihm wollen und sitzend auf ihr Auflöse- Signal warten.