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Kommandos für jeden Hund – Teil 1 – Komm oder Hier, Nein und Aus

Hunde sind intelligente Tiere. Jeder auf seine ganz individuelle Weise. Es gibt Hunde, die über 100 Tricks und Befehle beherrschen, die zählen oder sogar malen können. Es gibt Spürhunde, Rettungsschwimmer und Lawinenhunde. Manche der Fellnasen lernen für ihr Leben gern Tricks und lieben es, wenn sie einen Befehl richtig ausgeführt haben und Frauchen oder Herrchen sie lobt. Diese Hunde wollen unbedingt gefallen und alles richtig machen. Und dann gibt es Hunde, die sind so schlau, die stellen sich dumm. Nach dem Motto, wenn ich so tue, als könnte ich das nicht oder würde es nicht verstehen, dann muss ich es auch nicht machen. Und dazwischen gibt es noch einige andere Abstufungen. Aber was im Endeffekt alle verbindet, ist die Tatsache, dass man jedem Hund mit genügend Geduld und Einsatz etwas beibringen kann und sollte.

Einige Befehle sind sogar so essenziell, dass jeder Hund sie beherrschen sollte. DIE METHODE, um jedem Hund etwas beizubringen gibt es nicht. Aber einige Tricks und Kniffe scheinen zumindest bei den meisten Hunden zu funktionieren und genau die haben wir für Sie in einer Serie zusammengetragen. Hier sind also die wichtigsten Kommandos für jeden Hund:

1. Kommando für den Hund „Komm“ oder „Hier“

Der wohl wichtigste Befehl für einen Hund ist wohl „Komm“ oder „Hier“. Damit ruft man den Hund zu sich und wenn man es richtig anstellt, kann man ihn damit aus so gut wie jeder Situation abrufen. Egal ob es eine Gefahrensituation, wie eine nahe Straße oder nur eine Spielsituation beim Toben mit anderen Hunden ist. Einen solchen Befehl, bei dem der Hund sich frei bewegen können sollte, trainiert man am besten zu Hause im Garten oder wahlweise auf einer Hundeauslauffläche oder anderen Wiese, mit einer leichten, längeren Schleppleine. In etwas größeren, geschlossenen Räumen geht das natürlich auch. Problematisch bei einer so „freien“ Übung ist, dass der Hund sich meist ein gutes Stück von uns entfernt befindet. Interessante Gerüche oder Geräusche können Frauchen oder Herrchen schnell uninteressant machen und die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich ziehen. Deshalb spielt der Motivator, also unser Lockmittel, zumindest zu Beginn des Trainings, eine große Rolle.

Als Lockmittel oder „Motivator“ kann man zum Beispiel Leckerchen in eine knisternde Tüte packen oder mit einem Ball oder dem Lieblingsspielzeug des Hundes wedeln, um ihn anzulocken. Was Sie für Ihren Hund am besten als Motivator benutzen, ist abhängig davon, was bei Ihrem Hund am besten funktioniert. Kommt er auf das Locken hin angelaufen, wird er belohnt. Das wird ein paar Mal geübt, bis Sie das Gefühl haben, es klappt. Da Hunde sehr auf Körpersprache achten, ist es sinnvoll, als nächstes ein Sicht- oder Handzeichen einzuführen.

Bei dem Hörzeichen „Komm“ oder „Hier“, bietet sich das Klopfen auf den Oberschenkel an. Kombiniert mit dem Lockmittel aus Schritt 1, sollte Ihr Hund nach ein paar Mal Üben den Zusammenhang verstanden haben. Erst im nächsten Schritt folgt dann das akustische Signal (Hörzeichen), also das Rufen des Hundes. Wichtig ist es beim Hörzeichen, den Befehl nur ein Mal zu sagen. Wiederholt man diesen zu oft, bevor der Hund ihn ausführt, wird er belanglos für das Tier. Am besten ist es, in einer freundlichen Stimmlage zuerst den Namen des Hundes zu rufen. Das sorgt dafür, dass Ihr Hund aufmerksam wird und wenn Sie mehrere Hunde haben sollten, weiß er, dass Sie ihn meinen. Nachdem Sie seine Aufmerksamkeit erlangt haben rufen Sie den Befehl „Komm“ oder wahlweise „Hier“. Wichtig ist es, eine merkliche Pause dazwischen zu machen, damit der Befehl quasi separat vom Namen „abgespeichert“ wird. Verwenden Sie die Kombination aus Lockmittel (Schritt 1), Sichtzeichen (Schritt 2) und akustischem Zeichen (Schritt 3) gleichzeitig und üben Sie dies wieder einige Male.

Ist Ihnen das gelungen, beginnt man die Leckerchen nicht mehr nach jedem korrekt nachgekommenen Hörzeichen zu geben, sondern nach jedem zweiten, dann jedem fünften, dritten und wieder jedem zweiten und so weiter. Dies fördert die Aufmerksamkeit des Hundes und hält seine Erwartungshaltung auf einem gesunden Level. Außerdem kann man die Naschereien so nach und nach ausschleichen und der Hund erwartet nicht nach jedem erfolgreich ausgeführten Befehl ein Leckerli.

2. Wichtiges Kommando für den Hund „Nein“ und „Aus“

Zwei weitere Befehle, die ebenfalls funktionieren und erlernt werden müssen, sind „Nein“ und „Aus“. Auch wenn diese zwei Befehle auf den ersten Blick recht ähnlich wirken, muss man sie sehr strikt voneinander trennen, damit sie funktionieren. Während „Aus“ in der Regel so viel bedeutet wie: „Lass alles fallen, was du gerade im Maul hast!“, sagt Nein so viel wie: “Lass alles bleiben was du gerade tust.“

„Aus“ kann besonders dann hilfreich sein, wenn der Hund etwas aufgenommen hat, was er nicht soll. Kleinteile vom Lego aus dem Kinderzimmer beispielsweise. Oder aber auch etwas Unbekanntes, was beim Gassi gehen aufgenommen wurde und im Zweifelsfall dem Hund schaden könnte.

Wichtig hierbei ist, dass der Befehl „Aus“ wie ein Tauschgeschäft aufgebaut ist. Dementsprechend benötigen wir etwas, für das der Hund bereitwillig seine „Beute“ eintauscht. An dieser Stelle kommt wieder einmal der Motivator zum Einsatz. Ob es sich dabei um ein Leckerchen oder um das Lieblingsspielzeug des Hundes handelt, hängt dabei wie immer von dem jeweiligen Hund ab und worauf der am besten reagiert.

Zusätzlich zu unserem Motivator benötigen wir ein Hundespielzeug als „Übungsbeute“. Dabei darf es sich natürlich nicht um das Lieblingsspielzeug des Hundes handeln, wenn Sie dieses als Motivator nutzen wollen. Nehmen Sie nun die „Übungsbeute“ zur Hand und spielen Sie ein wenig mit dem Hund. Wenn Ihr Hund seine „Beute“ im Maul trägt, zücken Sie den Motivator. (Foto: 1) Da der Hund nicht beides ins Maul nehmen kann, wird er die „Beute“ fallen lassen. Wenn er dies tut, belohnen Sie ihn mit dem Motivator und loben Sie ihn. Nach einigen Malen der Übung können Sie auch hier das Hörzeichen hinzufügen. Nach und nach kann man dann erst das Hörzeichen geben und dann den Motivator hervorholen. Später kann man diesen dann wieder ausschleichen und letztlich weglassen.

Kommen wir nun zu dem Befehl „Nein“. Bei dieser Übung arbeiten Sie vor Allem mit der Frustration des Hundes. Diese erzeugen Sie dadurch, dass Sie dem Hund etwas wegnehmen, das er gerne haben möchte. Wieder bietet sich dafür unser Motivator an. Legen Sie diesen in Ihre geöffnete Handfläche und bieten ihn dem Hund an. Er wird dankend annehmen und bekommt dafür Lob. (Foto: 2)

Dies wird einige Male wiederholt. Irgendwann halten Sie dem Hund wieder die geöffnete Hand mit dem Motivator hin und wenn er sich mit der Schnauze nähert um ihn zu nehmen, schließen Sie die Hand und sagen „Nein“. (Foto: 3) Der Hund wird zurückgehen und Sie öffnen die Hand wieder. Will er nun wiederum an den Motivator wird die Hand wieder geschlossen und es erfolgt der Befehl „Nein“. Je öfter Sie diese Übung wiederholen, desto eher werden Sie merken, dass das Schließen der Hand gar nicht mehr nötig ist, da der Hund auf Ihr „Nein“ achtet und es befolgt. (Foto: 4)

Um beide Befehle auf andere Situationen auszuweiten müssen Sie den jeweiligen Befehl nur noch in anderen passenden Situationen anwenden und wenn der Hund ihn befolgt ausgiebig loben. Er sollte dann recht schnell verstehen, was Sie von ihm wollen.