Wie wichtig ist der Fleischanteil beim Hundefutter

Fleischanteil im Hundefutter

Um den Hund gesund und artgerecht zu füttern, hat sich der Trend herauskristallisiert, beim Hundefutter auf einen möglichst hohen Fleischgehalt zu achten. Fütterungsformen wie BARF setzen zusätzlich auf die Rohfütterung von Fleisch. Aber wie wichtig ist der Fleischanteil im Futter eigentlich und ist Fleisch gleich Fleisch?

Tatsächlich spielt Fleisch als Proteingeber eine wichtige Rolle. Allerdings liefern auch Pflanzen wichtige Proteine. Entscheidend ist außerdem nicht allein der Fleischgehalt des Futters, sondern vielmehr, dass das Hundefutter Proteine mit einer hohen biologischen Wertigkeit enthält. Die biologische Wertigkeit eines Proteins kennzeichnet, wie gut ein durch die Nahrung aufgenommenes Protein in ein körpereigenes Protein umgewandelt werden kann. Zuletzt sorgt ein sehr hoher Fleischanteil für einen sehr hohen Proteingehalt im Futter. Das allerdings ist nicht zwingend positiv zu bewerten. Denn zu viel Protein kann belastend für Leber und Nieren sein.

Bei einer zu eiweißreichen Ernährung kann unverdautes Eiweiß in den Dickdarm gelangen, in dem durch den Abbau durch Mikroorganismen viel Ammoniak und Amine entstehen können. Wie in der menschlichen Ernährung gilt daher auch beim Hund: zu viel Fleisch ist nicht gesund.

Rohfütterung von Fleisch oder hochwertiges Fertigfutter

Proteine bestehen aus Aminosäuren. Es gibt etwa 20 proteinbildende Aminosäuren. 10 davon kann der Hund nicht selber bilden und muss sie daher über die Nahrung aufnehmen. Diese Aminosäuren werden „essentiell“ genannt. Es handelt sich um Arginin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin. Aus diesem Grund spielen Zusammenstellung und Rezeptur für ein artgerechtes und hochwertiges Hundefutter eine entscheidende Rolle. Dies setzt fundierte Kenntnisse in der Futtermittelkunde und Hundeernährung voraus. Wer diese Kenntnisse nicht hat und seinem Hund, beispielsweise durch B.A.R.F. die Essensrationen selbst zusammenstellt, läuft Gefahr, den Hund nicht optimal zu ernähren. Laut Wikipedia förderte eine 2013 veröffentlichte US-amerikanische Studie zu Tage, dass von 200 untersuchten Rohfütterungsrezepten für erwachsene Hunde 90% einen eklatanten Mangel in mindestens einem essentiellen Nährstoff aufwiesen.

Fleischanteil im Hundefutter

Den Hund barfen

Beim sogenannten Barfen werden rohes frisches oder tiefgekühltes Fleisch, Innereien, Knochen oder Fisch zusammen mit Gemüse, Obst und ggf. weitere Futterzusätze gefüttert. Barfen bietet keine nachweisbaren Vorteile gegenüber der Fütterung mit einem hochwertigen Trockenfutter oder Nassfutter für Hunde. Tatsächlich birgt es aufgrund der Tatsache, dass Fisch oder Fleisch roh verfüttert werden, einige Risiken sowohl für den Hund als auch die mit ihm zusammenlebenden Menschen. Dies liegt insbesondere daran, dass in rohem Fleisch eine erhöhte Keimanzahl zu finden ist. Auch die Salmonellenbelastung ist bei roh gefütterten Hunden höher. Im Gegensatz dazu wird hochwertiges Fertigfutter kurz auf hohe Temperaturen erhitzt und die Keime dabei abgetötet. Magen-Darm-Probleme, Verstopfung oder Durchfall oder auch die Übertragung verschiedener Krankheiten wie z.B. Pseudowut können durch das Barfen gefördert werden. Es wird daher von tierärztlichen Fachorganisationen abgelehnt. (Quelle: Wikipedia; Journal of the American Veterinary Medical Association. Band 243, Nummer 11, Dezember 2013).

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