Den Hund geistig auslasten

Den Hund geistig auslasten

Ausreichend Bewegung und geistige Auslastung sind auch für Hunde wichtig. Beides tut gut und hält viele Hunde davon ab, sich selbst eine Aufgabe zu suchen, was in der Regel soviel bedeutet wie: aus Langeweile Unsinn machen. Manche Hunde benötigen rassebedingt extrem viel Auslauf, etwa der Husky, und müssen ordentlich bewegt werden. Darüber hinaus ist genügend Bewegung aber bei Hunden genau wie beim Menschen unerlässlich, um Übergewicht und Folgekrankheiten vorzubeugen.

Neben der körperlichen Auslastung ist es genauso wichtig, den Hund mental, also geistig zu fordern und ihn geistig auszulasten. Auch hier wieder hängt es von der Hunderasse und von jedem Hund individuell ab, wie stark die Förderung sein sollte. Denn es gilt, Frustration zu vermeiden. Hunde können sich nur eine bestimmte Zeit konzentrieren. Überfordern Sie ihn daher nicht. Übersprungshandlungen wie häufiges Kratzen oder über´s Maul lecken können Anzeichen dafür sein, dass der Hund eine Pause braucht.

Den Hund täglich auf´s Neue kognitiv zu fördern ist überhaupt nicht schwer. Die folgenden Tipps helfen dabei und sind darüber hinaus eine sinnvolle Alternative, den Hund zu Hause zu beschäftigen, wenn der Gang nach draussen bspw. wegen schlechten Wetters oder aufgrund anderer Umstände kürzer als gewohnt ausfallen muss.

1. Den Hund kognitiv fordern: Suchspiele

Diese Methode ist denkbar einfach und der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt: Der Hund muss einen Gegenstand, wie z. B. sein Lieblingsspielzeug, Futter oder Leckerli finden, ohne dass er zuvor gesehen hat, wo dieser versteckt wurde. Hilfreich ist es hierbei, wenn der Hund das Kommando „Bleib!“ kennt, denn nur so kann man sein Sichtfeld verlassen, um sich selbst oder einen Gegenstand zu verstecken, ohne dass der Hund hinterher gelaufen kommt. Suchspiele können zu Hause aber auch im Freien durchgeführt werden.

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2. Auspacken

Beim „Auspacken“ muss sich der Hund sein Lieblingsleckerli oder Spielzeug mit etwas geistiger und körperlicher Anstrengung erst erarbeiten. Denn es ist gut verpackt. Beispielsweise könnte es in etwas Papier oder Küchenkrepp eingewickelt und danach noch in einem Karton oder einer Kiste verstaut werden. So ist ein wenig Geschicklichkeit und „Nachdenken“ des Hundes erforderlich, um an das geliebte Etwas zu gelangen. Damit der Hund die Lust am Auspacken nicht verliert, sollte etwas sehr Begehrenswertes im Karton verstaut sein. Ist der Hund an den Inhalt der Kiste gelangt, hat er noch etwas Spaß am Zerreissen des Papiers.

Selbstverständlich sollte das Verpackungsmaterial hundefreundlich sein und der Hund beim Auspacken unter Beobachtung sein.

3. Tricks beibringen oder auffrischen

Rolle, Pfötchen geben oder tot stellen sind Tricks, die man ohne Weiteres den meisten Hunden beibringen kann. Und die meisten Hunde lieben die Aufmerksamkeit und natürlich die Belohnungen, die ihnen während des Lernens zuteil werden. Stellen Sie jedoch sicher, dass keine Frustration aufkommt und bringen Sie ein wenig Geduld mit. Um dem Hund zwischendurch ein Erfolgserlebnis zu verschaffen, kann auch immer wieder einmal ein Kommando oder Trick geübt und gefestigt werden, die er bereits kennt.

4. Futterspielzeug

Es gibt zahlreiche Futterspielzeuge im Handel, die dem Hund ein wenig Ausdauer und Geschick abverlangen, bevor er an den wertvollen Inhalt gelangt. Die meisten Futterspielzeuge, etwa ein Futterball sind so konzipiert, dass das Futter nur bei einer bestimmten Bewegung freigegeben wird, die der Hund entweder zufällig während des Spielens vollzieht oder die er bewusst reproduziert, um an das Futter zu gelangen.

5. Intelligenzspielzeug

Einen Schritt weiter gehen Intelligenzspielzeuge: Hier spielt Zufall keine Rolle mehr. Der Hund muss gezielte Handlungen vornehmen, wie z. B. einen Knopf drücken oder an einer Schublade ziehen, um an seine Belohnung zu gelangen.