"Wie Hund und Katz": Warum mögen sich Hunde und Katzen nicht?

Wissen

von Julia Sommer - 12.03.2013

Zugegeben, die Überschrift für diesen Blog-Post führt bereits leicht in die Irre. Zu behaupten, „Hunde und Katzen mögen sich nicht“, ist nur die halbe Wahrheit – und sehr viel Klischee. In Wirklichkeit müsste es „Warum sich Hunde und Katzen unter bestimmten Umständen nicht mögen“ heißen, aber der Reihe nach:

Tiere mögen generell andere Arten nicht
Grundsätzlich haben Tiere häufig ein angeborenes Misstrauen gegenüber anderen Tierarten. Der Grund hierfür ist denkbar simpel. In der Evolution hat es sich ausgezahlt, wenn die Tiere gegenüber anderen Arten wahlweise ängstlich oder aggressiv aufgetreten sind. Jede andere Tierart kann schließlich potenziell ein Fressfeind sein - ein genetisches Erbe, das auch bei den domestizierten Tieren wie Katze und Hund heute noch fortlebt.

Die Sache mit der Körpersprache
Dürfte fast jedem Hundehalter bekannt sein, trotzdem kann man dieses Hundewissen nicht oft genug betonen: Katzen und Hunde haben eine grundverschiedene Körpersprache, die zwangsläufig „Missverständnisse“ auslöst. Klassiker hierbei ist das Wedeln mit dem Schwanz. Beim Hund zeigt das Wedeln im Normalfall Freude an, während Katzen dies eher tun, wenn sie aufgeregt oder nervös sind. Anstarren ist bei Katzen zudem ein Zeichen von Zuneigung, Hunde verstehen es hingegen gerne als Drohung. Nicht zuletzt schnurren Katzen aus Behaglichkeit, bei Hunden ist das Knurren hingegen ein Abwehrverhalten.

Katzen und Hunde - ein auswegloser Fall?
Natürlich liest sich das erst einmal, als wäre die Sache mit den Katzen und den Hunden ein auswegloser Fall. Gerade wenn man bedenkt, wie leicht eine verängstigte Katze durch ihren Flucht-Reflex den Jagdinstinkt beim Hund auslöst.

Aber: Häufig beruht die Abneigung zwischen Katzen und Hunden nur darauf, dass sie nie wirklich die Möglichkeit hatten, sich näher kennenzulernen – der Körpersprache sei „Dank“. Von einem ausweglosen Fall kann jedoch trotzdem keine Rede sein. Haben sie sich erst einmal aneinander gewöhnt, können Katzen und Hunde sogar richtig dicke Freunde werden.

Am einfachsten ist die Gewöhnung natürlich, wenn die Tiere noch klein sind. Sowohl Hunde, als auch Katzen reagieren gänzlich anders, wenn es sich um Kätzchen bzw. Welpen handelt. Diese werden nicht als Gefahr wahrgenommen; außerdem gilt auch hier die alte „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“-Wahrheit: Sind Katzen und Hunde von klein auf aneinander gewöhnt, gehen sie ganz anders, oft sogar liebevoll, miteinander um.

Gewöhnung nicht überstürzen
Bei älteren Tieren hingegen sollten die Katzen- bzw. Hundehalter einige Geduld mitbringen. Grundsätzlich können die Tiere relativ leicht aneinander gewöhnt werden, außer, es gab traumatische Zwischenfälle in der Vergangenheit. Dann sollte besser ein professioneller Hundetrainer hinzugezogen werden, bevor noch ein weiterer Zwischenfall geschieht.

Generell gilt, dass die Gewöhnung lieber schrittweise, als in einem Crash-Kurs geschehen sollte. Dazu bringt man beide Tiere für ein paar Minuten in einen Raum, sodass sie sich kurz sehen. Danach trennt man beide wieder, um ein paar Stunden oder einen Tag später das Ritual zu wiederholen. Dabei verlängert man die Zeit des Zusammenseins stetig; nach 10 bis 20 Zusammentreffen dürften Hund und Katze sich soweit aneinander gewöhnt haben, dass sie auch für zwei, drei Stunden zusammen sein können. Außerdem geht liebe bekanntlich durch den Magen, ein Katzenleckerli oder ein Hundesnack tragen ungemein zur Beruhigung bei. Aber Vorsicht: Ein „Futterneid“ zwischen Katze und Hund muss unter allen Umständen vermieden werden, entweder bekommen beide ihr Leckerli, oder keiner.

Beim Gewöhnen sollte zudem darauf geachtet werden, dass die Katze (die in der Regel schwächer als der Hund ist) immer einen Rückzugsraum hat. Wichtig ist auch, dass immer ein Mensch im Raum ist, der zur Not eingreifen kann. Dabei ist es wichtig, dass der Hunde- bzw. Katzenhalter beruhigend auf die Tiere wirkt; er sollte seine eigene Nervosität/Anspannung möglichst gut überspielen. Gelingt dies, dann dürfte einer innigen Beziehung zwischen Hund und Katze wenig im Wege stehen – und der Mythos, dass Katze und Hund sich nicht mögen, wird einmal mehr widerlegt.

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