Ursachen, warum der Hund nicht frisst

Warum der Hund nicht frisst

Es kann verschiedene Ursachen haben, warum ein Hund nicht fressen möchte oder ein verändertes Fressverhalten an den Tag legt. Grundsätzlich kann es vorkommen, dass der Hund ein oder zwei Tage mal gar nichts oder wenig fressen möchte. Vielleicht hat er die letzte Mahlzeit nicht gut vertragen, es ist sehr heiß, er war weniger aktiv oder er hat einfach keinen großen Hunger. Fressunlust über einen kurzen Zeitraum hinweg ist normalerweise unkritisch. Hält dieses Verhalten jedoch länger an, dann sollte zunächst ausgeschlossen werden, dass der Hund krank oder verletzt ist.

Bei Fressensverweigerung, die möglicherweise auf eine medizinische Ursache zurückzuführen ist, sollte umgehend ein Tierarzt eingeschaltet werden. Liegt kein medizinischer Umstand vor, dann handelt es sich möglicherweise um einen der folgenden Gründe, warum der Hund nicht frisst.



Futterumstellung

Ein Grund für die Fressunlust des Hundes kann eine Futterumstellung sein. Denn das neue Futter riecht in aller Regel anders und hat eine andere Konsistenz als das alte Futter. Zudem kommt bei der Umstellung auf ein hochwertiges Trockenfutter oder Nassfutter für Hunde hinzu, dass bei den Rezepturen eines hochwertigen Hundefutters auf Zucker, Süßstoffe, Geschmacksverstärker, Lockstoffe und künstliche Aromen verzichtet wird. Aus diesem Grund sollte eine Futterumstellung über mehrere Tage hinweg vollzogen werden. Dabei wird das alte Futter gefüttert, jedoch ein über die Tage immer größer werdender Anteil seiner täglichen Futterration sukzessive durch das neue Futter ersetzt. Bis am Ende der Futterumstellung nur noch das neue Futter im Napf landet. So kann sich der Hund besser an das neue Futter gewöhnen.

Warum frisst mein Hund nicht

Energiebedarf bereits gedeckt

Es gibt Hunderassen, die deutlich mehr fressen als andere Hunde und dann auch dazu neigen können, übergewichtig zu werden. Labradore beispielsweise gelten als Hunderasse, die gewöhnlich viel und nahezu alles frisst. Andere Hunde fressen nur so viel aus dem Napf, wie sie benötigen. Solange der Hund nicht signifikant zu- oder abnimmt, ist an diesem Verhalten nichts ungewöhnlich. Wenn der Hund allerdings plötzlich weniger frisst und seinen Napf nicht mehr leert, dann bekommt er möglicherweise nebenbei zu viele Hundeleckerlies oder andere Zwischenmahlzeiten, sodass sein Energiebedarf schneller gedeckt ist. Denn alles, was der Hund außerhalb der Hauptmahlzeit bekommt, zahlt auf seinen Energiehaushalt ein und muss in die Futtermenge eingerechnet werden. Möglicherweise bekommt er die Leckerchen auch nicht von Herrchen oder Frauchen, sondern von anderen Familienmitgliedern oder wohlmeinenden Nachbarn.

Das falsche Futter

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass ein Hund nicht am vollen Napf verhungern wird. Trotzdem kann es Hundefutter geben, die der Hund nicht fressen will. Möglicherweise verursacht das Futter Magengrummel oder enthält etwas, was der Hund nicht mag oder verträgt. Das Futter wird dann abgelehnt. Aus diesem Grund sollte ohne bestehende Notwendigkeit wie Veränderung des Aktivitätsniveaus, Alters oder Unverträglichkeit beim Hund ein angenommenes Futter nicht geändert werden. Auch wenn wir aus menschlicher Sicht dazu neigen, dem Hund Abwechslung beim Fressen bieten zu wollen – er braucht es tatsächlich nicht. Zudem lernen unsere Hunde schnell. Wenn bei einer Ablehnung sofort ein neues und möglicherweise aus Sicht des Hundes leckereres Futter im Napf landet, das aber vielleicht nicht die Anforderungen des Hundehalters in Gänze erfüllt, dann kann es auch dazu kommen, dass der Hund ein Futter verweigert, weil er gelernt hat, dass er schnell eine Alternative angeboten bekommt.

Äußere Umstände, die auf den Hund einwirken

Bei sensiblen Hunden können gewisse äußere Umstände dazu führen, dass sie das Fressen verweigern. Trennungsschmerz, eine Reise, Veränderung des Umfeldes, bspw. durch Umzug, aber auch Lärm und Stress können für Appetitlosigkeit beim Hund sorgen. Auch Pubertät, Scheinträchtigkeit und Läufigkeit können zu einem veränderten Fressverhalten beim Hund führen.

Medizinische Ursachen für Fressunlust beim Hund

Krankheiten oder Verletzungen beim Hund können dazu führen, dass er nicht oder nur wenig frisst. In dem Fall sollte dringend ein Tierarzt hinzugezogen werden.

  • Schmerzen im Maul z. B. durch Entzündungen, Zahnschmerzen, abgebrochene Zähne
  • Erbrechen, Durchfall
  • Organerkrankungen
  • Infekte
  • Vergiftung
  • Fremdkörper im Maul oder Magen-Darm-Trakt

Konsequente Essensroutine

Wenn der Hund ein mäkeliger Fresser ist und medizinische Ursachen ausgeschlossen werden können, dann ist dieses Verhalten oft anerzogen. Verhindern bzw. korrigieren kann dies eine konsequente Essensroutine. Der Hund bekommt zu festen Zeiten seinen gefüllten Napf. Frisst er das Futter nicht, wird es nach ein paar Minuten weggeräumt. Erst zur nächsten festen Essenszeit wird dem Hund wieder ein gefüllter Napf angeboten. Es versteht sich von selbst, dass zwischen den Mahlzeiten keine Leckerchen gefüttert werden oder Essbares vom Küchentisch fällt. Um die Fresslust des Hundes noch ein wenig zu steigern, kann ein Trockenfutter mit etwas salzloser Fleischbrühe oder Quark „angemacht“ werden, Nassfutter sollte mit Zimmertemperatur gefüttert werden, weil sich dann seine Aromen besser entfalten können. Das wird auch die Hundenase zu schätzen wissen.

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